Poetry Slam – Handeln Wandeln (nachhaltige Entwicklung)


Hallo! Das ist ein Video, in dem ich einen Poetry
Slam zum Thema „Nachhaltigkeit“ vortragen werde. Dabei handelt es sich um eine Mischung zwischen
Rede und Gedicht, wobei das heute, für mich, eine Prämiere ist – also bitte verzeiht mir,
wenn ich mich zwischendurch verspreche! Los geht’s:
Nachhaltigkeit, zukunftsfähiger Fortschritt, Bildung für nachhaltige Entwicklung. Was sind das nur für Wörter? Was soll man davon halten? Wie soll man dafür fühlen? – klingt doch alles nur nach Kanten. Hochkomplex und offiziell, inflationär gebraucht,
ja, super schnell, in aller Munde, in der Runde, von Politikern und Wirtschaftsleuten,
die so tun als ob sie deuten, könnten – was der Sinn dahinter ist. Fragt sich nur, wie sicher, du dir bist? Mist. Ertappt, was sag ich bloß? Klimawandel, Sojasauce? Nein, Sojamilch und Klimaschutz – das hört
sich richtig an… aber, so sicher bin ich mir dann nicht – schau lieber doch mit kritischem
Gesicht, bei diesem kontroversen Thema, nicht? Aber ist es das? Ist es ein Thema? Ist es ein kontroverses Thema? Nein! Und wenn es eines wäre, dann wäre es das
Thema. Es ist kein Thema, liebe Leute. Es ist unsere Zukunft. Es ist das Jetzt und die Zukunft und für
Fortgeschrittene auch die Vergangenheit. Aber belassen wir es dabei: Es geht um alles. Es geht um das Leben. Um unser Leben, ums Überleben, um das Leben
anderer und das Leben anderer Wesen. Es geht um nichts Geringeres, als um alles,
zwischen dem Jetzt, und dem Jetzt, und dem Jetzt und so weiter bis in die Unendlichkeit,
im Idealfall. Aber nicht in unserem Fall. Also, in unserem Fall – nicht. Denn, unser Fall dauert, bei dieser wirklich
beeindruckenden Geschwindigkeit, nicht mehr so lange. Man könnte fast sagen, wir befinden uns im
freien Fall und erleben nochmal so richtig das Adrenalin und all die andern überwältigenden
Gefühle – mit der hochentwickelten Gesellschaft im Hinterkopf. Und dann? Was ist dann? Irgendwann wäre die Zeit für den Fallschirm,
oder? Hat den wer eingepackt? Hat irgendwer dran gedacht? Und wie konnte das passieren? Wir wussten doch, dass wir Fallschirmspringen
gehen! Oder nicht? Tja, es schaut nicht gut aus… ich mein – jetzt
ist es eh schon zu spät – dann drehen wir halt noch einige Figuren und haben Spaß,
so lang wir noch Zeit haben – bei unserem freien Fall – denn dann ist es zu ende, dann
sind wir eh nicht mehr da. Ok. Das war Szenario 1 – zugegeben, nicht so schön. Aber, eben nur ein Szenario, nämlich das,
bei dem wir merken, dass es schon zu spät ist, bei dem wir nichts mehr tun können,
und dann versuchen, zumindest unseren freien Fall zu genießen. Nur, wäre das in der Realität, wahrscheinlich
nicht, so ein von Glückshormonen überströmter, 2-minütiger Flug mit toller Aussicht, sondern,
ein eher, sagen wir mal, qualvolles, elendiges und absurd idiotisches internationales Mehrgenerationenprojekt
– mit finalen, fatalen Folgen. Aber, liebe Leute. Ich habe heute und nur heute, gute Neuigkeiten
für Sie. Es gibt eine Alternative. Eine konstruktive Offensive. Nein, die Rede ist nicht von Beten – nicht
jetzt und auch nicht der Zukunft. Denn, dafür haben wir keine Zeit. Keine Zeit haben wir auch nicht für Pessimismus,
oder Optimismus, wobei Letzterer, letztens noch im Sonderangebot stand – so nach dem
Motto, “das wird ja schon – nur positiv denken, usw.” – aber nein. Selbst der Optimismus hat ausgedient, und
Sätze wie „je früher wir handeln, desto besser“, ebenso – denn, das würde sich
ja so anhören, als ob wir noch ein wenig Zeit hätten: also wie man so schön sagt:
Klar, je früher, desto besser, aber ein bisschen später geht ja auch, oder? Nein, in unserer Lage leider nicht. Aber – was bleibt uns dann übrig? Was bleibt uns übrig, wenn wir auf dieser
Welt auch übrig bleiben wollen? Wie sollen wir mit dieser Situation umgehen? Durch Realismus etwa? Nein, das glaube ich nicht. Das glaube ich nicht. Denn, spätestens seit Donald Trump, wissen
wir, dass wir in postfaktischen Zeiten leben. Und postfaktische Zeiten bedürfen eben, postfaktischen
Maßnahmen. Achtung jetzt kommt es: die Rede ist vom Postimismus. Und, was soll das jetzt heißen? Postimismus heißt, dass es bereits zu spät
ist, sich Gedanken zu machen, dass es zu spät ist, das passende Gefühl, den passenden Zeitpunkt
zu finden, um zu handeln. Es gilt – einfach nur zu handeln – so simpel,
ist es. Und damit zu Szenario 2, mit dem Titel: Handeln
Wandeln Was gilt es nun zu tun? In meinen Augen geht es darum, erwachsen zu
werden, reife zu erlangen, Verantwortung zu übernehmen, uns zu sublimieren von den Tieren
– in uns und um uns. Wenn man ein Menschenleben als Metapher für
die gesamte Menschheitsgeschichte hernimmt, wären wir wahrscheinlich gerade in der Endphase
der Pubertät. Denn, in der Kindheit, gab es viele Krankheiten,
Rebellionen und erhebliche Entwicklungsschwierigkeiten, ehe der letzte Wachstumsschub enorme und unkontrollierbare
Maße annahm – die, wie auch bei einem Kind, dessen körperliche Entwicklung zu schnell
erfolgt ist, zu weiteren ernsthaften Problemen führte – weil die geistige Reife, keinen
gleichzeitigen, äquivalenten Fortschritt erfahren konnte. Und das beschreibt in etwa unsere Situation. Denn wir sind reich, an Ideen, an Ressourcen,
an Möglichkeiten, für alle Menschen ein würdevolles, glückliches Leben zu ermöglichen. Doch noch wirkt auch das Kind in uns, die
Rolle des Kindes in der Pubertät und wir glauben, wir könnten uns verstecken, vor
dem Leben, vor der Pflicht, vor der Zukunft, der Verantwortung. Zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte,
haben wir so eine privilegierte Situation – denn einerseits verstehen wir die meisten
unserer Probleme, andererseits generieren wir die besten Lösungswege und haben auch
noch, die notwendigen Mittel für deren Umsetzung – und woran scheitert es? Am Teamgeist? An den pubertären Zügen von Donald Trump
oder Kim Jong Un – oder vielleicht doch unseren eigenen? Seien wir uns ehrlich. Vergessen wir was war. Was der/die andere macht. Nur für uns selbst – seien wir uns ehrlich. Und wenn wir uns dabei ertappen, dies Mal
zu vergessen – macht es nichts – dann können wir einfach wieder damit anfangen, ehrlich
zu uns selbst zu sein. Die Zeit ist da um zu handeln. Wir können es uns nicht weiter leisten, uns
selber zu täuschen. Wir müssen jetzt was tun. Handeln wandeln
Wenn wir nun zurückdenken, an unseren freien Fall: da gibt es einen Fallschirm – dieser
trägt die Aufschrift: Nachhaltige Entwicklung, jetzt, du, wir alle gemeinsam. Und darunter steht:
Interessieren, interagieren, diskutieren, reagieren, anvisieren, fantasieren, modellieren,
strukturieren, formulieren, ausprobieren, kombinieren, regulieren, reduzieren, revolutionieren,
engagieren, transformieren, evolvieren. Aber: Wir können auch einfach aufs Auto verzichten,
Verschwendung vernichten, Bewusstsein errichten, über sinnvolles dichten – viel weniger Fleisch
essen, anfangen richtig zu messen, uns zu fragen, was wir wirklich brauchen, nicht mehr
so viel kaufen, nicht mehr so viel raufen, lieber eine Runde laufen – ob allein oder
mit anderen, lasst uns ändern, lasst uns wandern, lasst uns wandeln, wirklich, wenn
nicht jetzt, wann dann – wir wissen doch wohin – wie auch – wer auch – wir, du und ich! Nichts hat höhere Priorität, als die eigene
Integrität, schau dir selbst in deine Augen, verlass dich nicht auf deinen Glauben, erkenne
die Realität, die Nezessität, die Aktualität, die Kapazität einer Transformation, einer
Generation, mit Motivation, welche Kommunikation und Kooperation, nutzt, zur Innovation und
Inspiration, zur Deklaration des Endes, der Kindheit, der Menschheit. Dem Postimismus sei Dank, brauchst du keine
Legitimation, denn nachhaltig zu leben ist die Endstation, dass was uns noch übrig bleibt,
die einzige Option – also: Fang an, sieh jeden Tag als neue Chance, jeden
Moment als neue Chance, lass dich nicht demotivieren, habe Mut zu ignorieren, konzentrier dich auf
dich selbst, auf das, was wirklich zählt – nicht auf das was dir noch fehlt – siehe
das, was du schon hast: die Möglichkeit zu handeln und zu wandeln. Also lache, liebe, träume, motiviere deine
Freunde, gib deinem Leben einen Sinn – es gibt keinen besseren Beginn, als das Hier
und Jetzt: Sei ein Vorbild, Pionier, befreie dich von
deinem Tier, von deiner Gier, und glaub ans Wir, glaub ans Heute und ans Hier
Und nun: Lebe dein Ändern, und sei die Veränderung, die du in der Welt sehen willst, lebsvor. Ok – das war’s erstmal von meiner Seite. Ich danke an dieser Stelle besonders Georg
und Rainer, meinen ersten beiden Unterstützern auf Patreon! Den Link zu Patreon findet ihr unten in der
Beschreibung. Und ja, ich hoffe ihr konntet etwas davon
mitnehmen und lasst mich über Kommentare und Likes wissen, was ihr davon haltet und
ob ich weiterhin solche Videos machen sollte. Also dann, macht’s gut und bis zum nächsten
Mal!

1 thought on “Poetry Slam – Handeln Wandeln (nachhaltige Entwicklung)

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